ehe-lebt-trotz-einer-scheidung

Kommentar zur Zeichnung

Die ganze Diskussion über die Zulassung von Menschen in nichtsakramentalen Verbindungen zur hl.  Kommunion gäbe es gar nicht, wenn man nicht der Meinung wäre, dass die sakramentale Ehe nach der Scheidung nicht mehr fortbesteht. Da der Ehemann subjektiv davon überzeugt ist, dass seine sakramentale Ehe unumkehrbar zerstört wurde und nicht mehr existiert, heißt das, dass ihm zufolge die Ehefrau nun keinen Schmerz mehr über gewisse Ausdrucksformen der Intimität empfindet, zu denen es zwischen ihm und der neuen Frau kommt. Auf diese Weise hört seine Ehefrau für ihn auf zu existieren.

Ihm zufolge hört nach der Scheidung auch der Herr Jesus auf, in dieser sakramentalen Ehe zu leben, so als ob es dieses Ehesakrament nicht mehr gäbe. So als seien seine Ehefrau und der Herr Jesus in diesen Sarg gelegt worden.

Was würde dieser Ehemann fühlen, der nach der Scheidung eine neue Beziehung eingegangen ist und nun zur hl. Kommunion gehen möchte, wenn er hören würde, dass seine Ehefrau doch noch lebt, dass sie ihn weiterhin liebt und wegen dieser gewissen Ausdrucksformen der Intimität leidet, die zwischen ihm und der neuen Frau stattfinden? Was würde er fühlen, wenn er erfahren würde, dass der Herr Jesus weiterhin in dieser sakramentalen Ehe lebt und die sakramentalen Ehegatten segnen möchte, indem Er ihnen die Gnade der Heilung und Befreiung geben und sie zu gegenseitiger Liebe befähigen will?

Allgemeine Fragen

  • Möchte der Herr Jesus jede sakramentale Ehe ebenso sehr vor einer Scheidung heilen wie nach einer Scheidung, und auch dann, wenn die sakramentalen Ehepartner in einer weiteren Beziehung leben, in der es Kinder gibt?
  • Ist ein sakramentaler Ehegatte, der nach der Scheidung in einer nachfolgenden Beziehung lebt, in der es Kinder gibt, weiterhin verpflichtet, das Ehegelöbnis der Treue und des Wachstums in der Liebe zum sakramentalen Ehepartner einzuhalten? Und hat er aufgrund dessen nicht die Pflicht, sich zu bemühen, die zweite Beziehung zu verlassen und zu seinem sakramentalen Ehegatten zurückzukehren?
  • Kann im Lichte der Worte Jesu: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19,6) ein Kind aus einer nachfolgenden nichtsakramentalen Beziehung ein Hindernis für die Rückkehr der sakramentalen Ehepartner zueinander sein?
  • Wird sich eine treue sakramentale Ehefrau nicht sehr verletzt fühlen, wenn sie ihren Ehemann sieht, auf dessen Rückkehr sie wartet, wie er zusammen mit seiner Partnerin, mit der er in einer nichtsakramentalen Beziehung lebt, zur Kommunion geht?

Lesenswert:
Zeugnisse – http://de.sychar.org/zeugnisse/
Änderungen in der Sprechweise – http://de.sychar.org/euthanasie/
Ist jede schwierige sakramentale Ehe zu retten? – https://www.youtube.com/playlist?list=PLobUwltc9GBb-n2-an7COmh2oj1_v4U9e

Zuhause – www.de.sychar.org